Haida ND 4.5 – 15 Blenden ND Filter

THE BIG BIG BIG STOPPER

Wenn statische und dynamische Elemente in einem Motiv zusammentreffen, eröffnen Langzeitbelichtungen die Möglichkeit ganz besonderer Bildeffekte. Ziehende Wolken werden verwaschen dargestellt und bewegtes Wasser wird weichgezeichnet. In der Landschaftsfotografie sind insbesondere ND 1.8 (6 Blenden) und ND 3.0 (10 Blenden) Filter sehr beliebt, da sie  in den Dämmerungsstunden oder bei niedrigem Sonnenstand zu den passenden Belichtungszeiten im unteren Minutenbereich führen. In der jüngsten Zeit wurde von meinem bevorzugten ND-Filter Hersteller, der Firma Haida, ein neuer Filter mit unglaublichen 15 Blenden Abdunklung (ND 4.5 oder 32000x) auf den Markt gebracht. Dieser Filter ist für den Einsatz bei hellem Tageslicht gedacht, da er rein rechnerisch die Belichtungszeit von 1/125 Sekunde  auf sage und schreibe 4 Minuten und 22 Sekunden verlängert. Ich war zunächst kritisch, ob diese extrem dunkle Glasscheibe noch farbechte Ergebnisse erlaubt und nutzte meine letzte Scouting Reise für einen Fotoworkshop in Nordspanien um einige Testaufnahmen mit der 150x150mm Version zu erstellen.

Haida ND 4.5 Filter 150x150mm

Haida liefert den Filter in einer stabilen und hervorragend gepolsterten Metallbox aus. Im Haida 150mm Filterhalter kann der Filter ohne aufgebrachten Moosgummi Lichtschutz verwendet werden. Für andere Filterhalter wie z.B. dem Lee SW-150 Mark II liegen dem Filter 2 selbstklebende Moosgummi Dichtungen gegen Streulichteinfall bei. Der Filter ist auch für 100mm Systeme im Format 100x100mm erhältlich.

Vorbereitungen des Filtertests

Da ND Filter meiner Erfahrung nach nie exakt dem angegebenen Verlängerungsfaktor entsprechen (was auch von Charge zu Charge unterschiedlich sein kann) habe ich diesen zunächst vor meiner Reise ermittelt um punktgenau damit arbeiten zu können. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass alle durchgefärbten ND Filter bei Weitwinkelaufnahmen eine Vignette verursachen. Grund dafür ist, dass Lichtstrahlen im Randbereich der Aufnahme durch den goßen Öffnungswinkel des Objektivs einen längeren Weg durch den Filter nehmen müssen und dabei stärker abgedunkelt werden. Folglich empfehle ich für die Kalibrierung eines ND Filters immer eine längere Brennweite (ab 50mm am KB Sensor). Dies vermeidet spätere Überbelichtungen im Bildzentrum bei der Verwendung an Weitwinkelobjektiven. Die Bildränder der Aufnahmen müssen dann falls gewünscht in der Nachbearbeitung aufgehellt werden. Dies ist in der RAW Entwicklung schnell und einfach gemacht. Weitere Informationen zur Kalibrierung von ND Filtern findet ihr in diesem Artikel.

Den Verlängerungsfaktor des Haida ND 4.5 habe ich mit exakt 14,4 Blenden bestimmt. Es handelt sich also genau genommen um einen ND 4.3 (21619x) Filter. Etwas weniger als auf der Packung angegeben aber für mich nicht weiter schlimm. Man muss dies nur wissen, da man ansonsten überbelichtete Aufnahmen mit dem Filter machen würde. Als Praxisbeispiel kommt man mit dem Filter von 1/125 Sekunde auf 2:53 Minuten Belichtungszeit. Perfekt für Aufnahmen am Meer bei Tageslicht.

Genug der Theorie. Was liefert der Filter in der Praxis?

Um es kurz zu machen: Haida hat hier wieder perfekte Qualität auf den Markt gebracht und der Filter liefert eine sehr hohe Farbtreue, wie ihr anhand des nachfolgenden Vergleichs selber sehen könnt. 

Foto ohne Filter

Foto mit Haida ND 4.5

Die Bilder wurden in Adobe Camera RAW nahezu identisch entwickelt. Beim Foto mit dem Haida ND 4.5 habe ich den Weißabgleich um 500K erhöht und den Farbton um den Wert +2 korrigiert. Zusätzlich habe ich in den HSL Einstellungen den Farbton der Blautöne um +10 gegenüber der Aufnahme ohne Filter verändert. Die RAW Dateien  (NEF) beider Bilder incl. der *.xmp Dateien aus Adobe Camera RAW könnt ihr euch hier downloaden um die Entwicklungseinstellungen zu vergleichen.

Bei der Beurteilung der Bildschärfe muss berücksichtigt werden, dass es am Tag der Aufnahme recht windig war und dadurch immer das Risiko leichter Mikroverwackler bei der sehr langer Belichtungszeit besteht. In der 100% Ansicht der Aufnahmen kann ich dennoch keinen signifikanten Unterschied in der Bildschärfe feststellen.

Mein Fazit ist klar. Der Haida ND 4.5 bekommt von mir eine ganz eindeutige Kaufempfehlung. Der Filter ist eine Bereicherung in meiner Filtertasche, denn er erlaubt mir bei hellem Tageslicht die Zeit anzuhalten und ganz besondere Bildeffekte mit sehr hoher Farbtreue zu erzielen. Daumen hoch, Haida!

Vertrieben wir der Filter über Timetrends24 bei Amazon. Die folgenden Links führen direkt zur Produktseite:

Ganz zum Schluss noch ein Tip aus der Praxis, da ich immer wieder auf dieses „Problem“ angesprochen werde. Bei der Arbeit mit ND Filtern müssen DSLR Fotografen unbedingt das Okular verschließen, denn durch den Sucher kann Licht in den Spiegelkasten fallen und zu (meist magentafarbenen) Bildartefakten führen.

27 Comments on “Haida ND 4.5 – 15 Blenden ND Filter

  1. Danke für den ausführlichen Test Achim! Wie immer sehr fundiert und aufschlussreich. Kannst Du was zur ungefähren Verfügbarkeit der 150er Variante sagen?

    Beste Grüße,
    Dirk

    • Hallo Dirk,

      wie ich bei meinem letzten Kontakt mit Herrn Vorwald von Timetrends24 erfahren habe, wartet er aktuell auf eine neue Lieferung von Haida. Ein genaues Datum kann ich Dir auch nicht sagen, aber es wird nicht mehr viele Tage dauern.

      Gruß
      Achim

    • Hallo Dirk,

      habe gerade durch Zufall gesehen, dass es wieder Bestand gibt, wenn auch nur geringfügigen…

      Gruß
      Achim

      • Guten Abend Achim, vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit und die Info!

        beste Grüße
        Dirk

  2. Hallo Achim,
    schön wieder etwas von dir zu lesen. Ich habe ja die gleiche Ausrüstung wie du. Wenn ich ehrlich bin, dann überlege ich schon länger auf ein Sigma 24 1.4 Art mit Schraubfilter umzusteigen. Wie du schon erwähnst, ist die Randschattierung vorhanden, diese gefällt mir nicht. Ob das beim Sigma 24 auch so stark ist kann ich noch nicht sagen. Ich werde das ganze mal durch testen und danach entscheiden.

    • Hallo Jochen,

      ja, das Problem haben grundsätzlich alle durchgefärbten ND Filter. Wie es bei Schraubfiltern ausschaut kann ich Dir nicht sagen.
      Diese sind meiner Meinung nach jedoch auch aus durchgefärbtem Glas hergestellt. Das Glas wird zwar dünner sein, doch würde ich hier ebenso einen Vignettierungseffekt erwarten, auch wenn er dann etwas geringer ausfällt.

      Ich selber habe mir kürzlich das Nikon 24mm 1.8G zugelegt und bin von dem Objektiv sehr begeistert. Exzellente Schärfe bis in die Bildecken bei der für die Landschaftsfotografie typischen Blende von f/11. Schlägt das 14-24mm f/2.8 und das 24-70mm f/2.8 sichtbar. Es ist natürlich nicht so lichtstark wie das Sigma. Da muss man wissen was man benötigt.
      Meine Festbrenner sind (sofern erforderlich) alle mit 77mm step-up Ringen ausgestattet und ich nutze meinen Haida 150mm Halter über den 77mm Adapterring daran. Das erlaubt mir insgesamt weniger anderes Filterzeugs dabei haben zu müssen und ich bleibe in meinem Workflow mit dem Halter.
      Aber berichte gerne mal Deine Erkenntnisse.

      Wenn Du unbedingt die Vignettierung vermeiden möchtest kannst Du nur auf beschichtet Glasfilter zurückgreifen. Die Firma Formatt Hitech bietet mit der Firecrest Serie solch einen gecoateten Glasfilter an, der absolut null Vignettierung macht.
      Link zum Angebot
      Die Farbtreue der ND 1.8 und ND 3.0 Versionen ist nach meinen ersten Tests ganz gut. Ich muss hiermit aber noch etwas mehr Erfahrung sammeln. Allerdings gibt es diesen Filter in 150mm nur bis ND 3.0

      Viele Grüße und ein schönes Wochenende!
      Achim

  3. Hallo Achim,

    …besten Dank für deinen Erfahrungsbericht – wie immer aller feinste Sahne! Ich bin auch drauf und dran mir den 4.5 Haida ND Filter zu bestellen, leider ist er momentan nicht lieferbar. Geduld ist angesagt, aber ich denke das Warten lohnt sich.
    Hin und weg war ich, als ich die 2 Bilder, die du freundlicherweise zum Download bereit gestellt hast, in meinen Raw-Converter eingelesen habe. Was ich dort gesehen habe, einfach sensationell!! Als ich dann gesehen habe mit welchem Objektiv du die Bilder gemacht hast, dachte ich, na, jetzt ist der Fall klar: ein Otus! Eines dieser Objektive für die Ewigkeit, da wird man fast ein bisschen neidisch! Ganz grosse Qualität, aber natürlich nützt die beste Optik nichts, wenn die Person hinter der Kamera nichts kann. Super Bilder – Gratulation.
    Also nochmals herzlichen Dank und beste Grüsse,
    Marco

    • Hallo Marco,

      besten Dank für Dein nettes Feedback! Hat mich sehr gefreut!
      Was das Objektiv angeht… nun ja… es ist total unvernünftig es zu kaufen, es ist noch unvernünftiger es zu schleppen bei dem Gewicht. Aber es ist so geil damit zu arbeiten und später am Monitor in 100% Ansicht die Files anzusehen… 😉

      Viele Grüße
      Achim

      • Hallo Achim,

        …stimmt, aber ich finde, das Schleppen hat man vergessen, wenn man die Bilder Zuhause ansieht und so richtig zufrieden ist.
        Eine Frage habe ich noch: ich besitze auch ein Sigma 35mm 1.4 Art, das jedoch nur einen 67mm Filterring besitzt. Ist es irgendwie möglich, das Haida 150 Filtersystem daran zu verwenden? Ich habe bei meinen Nikon-Objektiven jeweils 77mm Adapterringe im Einsatz, sodass ich an allen meine Pol-, ND und GND-Filter benutzen kann; wäre blöd, wenn ich mir für dieses eine Objektiv ein zweites Filter-System zulegen müsste.

        Danke & beste Grüsse,
        Marco

        • Ich selber habe kürzlich vom 24-70mm f/2.8 auf die 1.8er Festbrennweiten von Nikon umgestellt und stand aufgrund der unterschiedlichen Frontgewinde vor dem gleichen Problem.
          Die Lösung ist recht einfach: Meine Objektive sind alle mit Step-Up Ringen auf 77mm ausgestattet.
          Natürlich musste ich dadurch auch neue Objektivdeckel in 77mm kaufen, denn die Step-Up Ringe bleiben bei mir dauerhaft auf den Objektiven.

          Dadurch kann ich nun mit dem 77mm Adapterring für den 150er Haida Halter diesen auch an allen anderen Objektiven nutzen.

          Viele Grüße
          Achim

      • Hallo Achim,

        Super Bericht! Vielen Dank. Nicht dass es in Reichweite wäre, aber fragen möchte ich doch: Im Film ist am Otus ein Filtersystem zu sehen. Nutzt Du das Haidasystem hier mit 95mm Adapter?

        Da Du auf die 1.8 Serie umgestiegen bist, was sind Deine Gründe, beim 14-24 (ja, tolles Objektiv) zu bleiben, und nicht ggf. hier auch auf Zeiss Distagon 15 umzusteigen?

        Im Voraus Danke für Deine Antwort und beste Grüsse
        René

        • Hallo René,

          stimmt ganz genau. Im Video sieht man das Objektiv mit dem Haida 150mm Halter, den man problemlos über den 95mm Adapterring daran verwenden kann.
          Ebenso mache ich es auch mit meinen anderen Festbrennweiten, die alle mit Step-Up Ringen auf 77mm versehen sind und an denen ich damit den Haida 150er Halter dann auch mittels 77mm Adapterring verwenden kann.

          14-24mm ist ein von mir zu häufig genutzter Brennweitenbereich, als das ich hier auf das Zoom verzichten wollte.
          Zudem soll das Zeiss nicht unbedingt viel besser sein als das Nikon, das gerade im unteren Brennweitenbereich seine Stärke hat. Ferner müsste man die Streulichtblende abfräsen um Filter daran zu verwenden. Alles nicht so simpel. Es vignettiert bei f/2.8 auch deutlich stärker, was es für die Nachtfotografie nicht reizvoller macht als das Nikon Zoom. Unter dem Strich hat mich das Objektiv nie gereizt.

          Viele Grüße
          Achim

  4. Hallo Achim,

    nachdem ich meinen Haida ND 4.5 erhalten haben, habe ich ihn mit deiner Methode nachgemessen und war doch etwas erstaunt dass er nicht 15 Blenden nur 14.2 Blenden entspricht. Dies hört sich im ersten Moment nicht nach viel an, aber statt 5:28 Minuten werden es lediglich 3:08 Minuten (bei 1/100 ohne Filter). Liegt das in der Toleranz? Ich denke, ich werde den Lieferanten kontaktieren.

    Gruss,
    Marco

    • Hallo Marco,

      wenn Du meinen Artikel gelesen hast, dann weißt Du ja auch, dass mein Filter 14,4 Blenden statt 15 Blenden hat.
      Ich habe kein Problem damit und hätte auch mit Deinen 14,2 Blenden (wenn sie denn korrekt sind) kein Problem.

      Gruß
      Achim

  5. Hallo,
    auch meiner vor paar Tagen gekaufter Haida ND4,5 hat keine 15 sondern 14,2 Blenden.
    Auch der im Set gelieferte ND1,8 ist keine 6 Blenden dunkler, sondern 6,9, das bedeuted fast doppelte Belichtungszeit = weniger Zeit für andere Aufnahmen.
    Erstaunlich was für Produktionsschwankungen Haida doch hat. Eine Abweichung von 0,3-0,5 Blenden könnte man noch tolerieren, aber bei 0,9 bzw. 0,8 Blenden Differenz zum Soll ist Schluß mit Lustig.

    Gruß
    Tom

    • Hallo Tom,

      ich weiß nicht warum Du Dich hier so aufregst. Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.
      Insbesondere das Argument „weniger Zeit für andere Aufnahmen“ ist absolut lächerlich und demonstriert einfach nur Deine Unkenntnis der Thematik.

      Ein ND Filter verlängert die aktuell vorherrschende Belichtungszeit um einen bestimmten Faktor.
      Da die aktuell vorherrschende Belichtungszeit aber immer verschieden ist, gibt es Situationen, wo eine längere Belichtungszeit von 15,8 Blenden vielleicht sogar vorteilhaft für die Aufnahme wäre. Und genauso gibt es Situationen, wo 15 Blenden eine viel zu lange Belichtungszeit produzieren würden aber 14,2 Blenden jetzt genau passen.

      Denk mal darüber nach….
      Es ist völlig egal ob man nun einen ND 4.5 oder einen ND 4.2 oder vielleicht auch ND 4.7 hat. Man muss nur die genaue Stärke kennen um korrekt zu belichten. Passt die errechnete Belichtungszeit nicht zur eigenen Vorstellung muss mit ISO, Blende oder einem weiteren Filter entsprechend korrigiert werden. Und das trifft so auf alle Ausnahmesituationen zu.

      Gruß
      Achim

  6. Moin Achim,

    schon seit längerem lese ich Deine „Filterseiten“ und habe mir bei Dir wertvolle Tips zur Auswahl meiner aktuellen Filter geholt (Haida 150mm, 0,9, 1,8 und 3,0 ND-Filter, das Grundset also, sowie den entsprechenden Polfilter und natürlich den für mein Objektiv passenden Filterhalter). Nach dem Lesen dieses – wiederum tollen und mitreissenden – Beitrags zum 4,5er Haida wollte ich spontan auch diesen Filter kaufen und hatte ihn auch schon in den virtuellen Warenkorb gelegt. Nun frage ich mich allerdings – und deswegen wurde der Warenkorb auch erstmal wieder gelöscht -, ob ich nicht mit dem Bestand annähernd den gleichen Effekt erzeugen kann. Wenn ich es richtig berechne, erhalte ich doch durch die Kombination von 0,9 und 3,0 de facto einen 3,9er Filter mit einem Verlängerungsfaktor von 8000. und beim 1,8er mit dem 3,0er ergibt sich rechnerisch ein 4,8er (64.000 x). Der erste und bislang einzige (die Filter sind noch recht neu) „Feldversuch“ mit der letztgenannten Kombi ging allerdings gründlich in die Hose: nach jeweils minutenlanger Warterei kamen Fotos mit grässlichen, ins Violette gehenden Farbschlieren heraus, während die Versuche mit nur einer Filterscheibe ziemlich farbechte Resultate lieferten. Nach einigem Überlegen gehe ich vorerst davon aus, dass ich vielleicht das Okular hätte abdecken sollen… Zu einem weiteren Versuch hatte ich leider noch nicht die Zeit.

    Deshalb abstrakt gefragt: Bringt der 4,5er gegenüber den dargestellten Kombinationen (jetzt mal abgesehen davon, dass diese jeweils nicht exakt einen V-Faktor von 4,5 erreichen) grundsätzliche Vorteile?

    Vielen Dank und beste Grüße
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      das Okular lichtdicht zu verschließen ist absolute Pflicht und Grundvoraussetzung.
      Man kann mehrere (starke) ND Filter nicht miteinander kombinieren, weil dann Licht zwischen die Filter kommt und dies zu Bildartefakten bzw. Fehlfarben führt. Es ist in dem fall ja nur ein Filter zum Objektiv hin abgedichtet und der vordere Filter sitzt frei im Halter.
      Bei einem 0.9er mit 3,0er in Kombination könnte es vielleicht noch klappen wenn der 3.0er zwingend im ersten Slot des Halters steckt.
      Mit einem 1.8er und 3,0er in Kombination wird das aber nicht mehr funktionieren.

      Viele Grüße
      Achim

      • Vielen Dank Achim, für die wertvollen Tipps! Ich hatte angenommen, man könne die Filter einfach hintereinander stecken. Na ja, so habe ich wenigstens einen Grund, doch noch den 4,5er zu bestellen 😉

        Einen guten Start ins Jahr 2017 wünscht
        Thomas

      • Hallo Achim,
        seit Gestern habe ich auch das 150er Filterset für das Tamron 15-30mm mit den drei Standard-Graufiltern. Alles von Haida.
        Die ersten Versuche mit 2 Filtern gingen auch voll in die Hose.
        Mir stellt sich die Frage ob es sinnvoll ist ,wenn ich zwei Filter gleichzeitig benutzen möchte,ich dafür die Ersatzdichtungen auf die Filter kleben kann.Unten müsste man seitlich etwas einschneiden.Ansonsten kann ich den ja nicht einschieben.Damit müsste man doch den seitlichen Lichteinfall zwischen den Filtern verhindern können.Der Halter hat ja nun mal zwei Einschübe und kann sogar noch erweitert werden.Ich glaube das probiere ich einmal aus. 😉

        L.G. Alex

        • Hallo Alex,

          2 ND Filter gleichzeitig zu verwenden funktioniert in den meisten Fällen nicht.
          Der Lichteinfall zwischen die beiden Filter wird Probleme machen und dies abzudichten ist eine Herausforderung.
          Man verwendet daher besser immer nur einen ND Filter und dieser gehört konsequent in den ersten Einschub (zum Objektiv hin).

          Viele Grüße
          Achim

          • Danke Achim,
            d.h. der zweite und dritte Einschub wäre dann nur für Verlaufsfilter und evtl. Polfilter gedacht ?

            L.G. Alex

            P.S. Danke für deine Arbeit und die tollen Tipps hier.

          • Hallo Alex,

            ganz genau. So ist die typische Nutzung. Polfilter ganz vorne, dann Verlaufsfilter und ND Filter direkt vor dem Objektiv.

            Gruß
            Achim

          • Super!
            Danke dir Achim.Das erspart mir wohl viele Kopfschmerzen. 😉
            Damit wäre der ND 4.5 gekauft !

            L.G. Alex

  7. HAllo Achim !

    Vielen Dank für Deine ausführiche Beschreibung zum ND 4.5 !

    MEine Frage wäre eher in Richtung Qualität – Wenn man z.b. einen ND 3.0 und den 0.9 er kombiniert – im Vergleich zum 4.5 er (egal wie jetzt der Verlängerungsfaktor unterschiedlich ist) wie verhält es sich mit den qualitativen Aspekten (Schärfe bzw. Auflösungsabfall 2 vs. 1 Filter) – vielleicht kannst du mir deine Erfahrungen kurz wiederspiegeln – vorausgesetzt man bekommt die Lichtabdichtung hin.

    Vielen Dank ! Markus

    • Hallo Markus,

      Filter vor dem Objektiv sind in der Regel kein Problem wenn es um die Bildschärfe / Auflösung geht.
      Konkretes Beispiel: Du verlierst sichtbar mehr Bildschärfe und Auflösung durch Diffraktion beim Abblenden von z.B. f/8 auf f/11 oder auch f/11 auf f/16 als wenn Du 3 Filter vor das Objektiv baust.

      Kritisch ist die Lichtdichtheit.

      Viele Grüße
      Achim

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